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TRINSEO: Verkauf der Anlagen aus Stade und PC-Lizenzen an indische Deepak Nitrite

TRINSEO
Verkauf der Anlagen aus Stade und PC-Lizenzen an indische Deepak Nitrite / Kunststoffkonzern weiter tief in den roten Zahlen
Nach der Schließung der Polycarbonat-Erzeugung am deutschen Standort Stade veräußert Trinseo (Berwyn, Pennsylvania / USA; www.trinseo.com) nun die dortigen Produktionsanlagen sowie eine entsprechende Lizenz zur PC-Erzeugung. Eine entsprechende Vereinbarung traf der Kunststoffkonzern mit der Deepak Nitrite (Vadodara / Indien; www.godeepak.com). Den Standort Stade gibt der US-Konzern auf.

Der Käufer will die Anlage in Indien wiederaufbauen. Die Transaktion sei der erste Schritt einer Partnerschaft der beiden Unternehmen, erklärte Trinseo-Chef Frank Bozich. Sein Konzern prüfe weitere Maßnahmen, um aus dem Verkauf seines Portfolios Profit zu ziehen. Auf der Abschussliste steht beispielsweise seit einiger Zeit auch das Polystyrol-Geschäft.

Für die jetzige Transaktion wurde mit Deepak Nitrite ein Verkaufspreis von 52,5 Mio USD (49,5 Mio EUR) vereinbart. Davon soll Trinseo, abhängig von gewissen Bedingungen, 9 Mio USD noch im laufenden Jahr erhalten und weitere 21 Mio USD bis Juni 2025. Zu den Zahlungsfristen für die verbleibenden mehr als 20 Mio USD machten die Unternehmen keine Angaben.

Trinseo kann das Geld gut gebrauchen: Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres meldete der Konzern einen Nettoverlust von 231 Mio USD. Das war zwar nur noch etwa die Hälfte des vergleichbaren Vorjahreswertes, aber damals hatten auch Wertberichtigungen viel stärker zu Buche geschlagen. Operativ läuft es nach wie vor nicht rund: Nach den heftigen Umsatzeinbußen des Vorjahres sanken die Erlöse bis Ende September auf 2,7 Mrd USD, also um weitere 5,2 Prozent.

Sorgenkind ist nach wie vor das Polystyrol-Geschäft. Dort brach der Umsatz um 21 Prozent ein auf 533 Mio USD. Bei der Division „Plastic Solutions“ mit den Aktivitäten für ABS und SAN lagen die Neunmonatserlöse mit 796 Mio USD zwar unter dem vergleichbaren Vorjahreswert, aber zumindest im dritten Quartal war der Umsatz wieder etwas (3,4 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Die Trendwende hat bei den Neunmonatszahlen die Sparte „Engineered Materials“ geschafft, die das Geschäft mit höherwertigen Compounds und Blends sowie thermoplastischen Elastomeren beinhaltet – sie steigerte den Umsatz um 4,7 Prozent auf 627 Mio USD. Ebenfalls im Plus lag der Umsatz der nicht-kunststoffrelevanten Geschäftseinheit „Latex Binders“.

Doch die kurzfristigen Konzernaussichten bleiben trübe: Für das vierte Quartal 2024 rechnet CEO Bozich mit einem weiteren Nettoverlust zwischen 71 und 81 Mio USD.
18.11.2024 KI [256622-0]
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