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PONACHEM
Expansion nach Mittel- und Osteuropa: Hamburger Compoundeur eröffnet Vertriebsbüro in Warschau / Zweistelliges Wachstum in der Region
Der Hamburger Compoundeur und Kunststoffhändler Ponachem (D-22111 Hamburg; www.ponachem.de) baut seine Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa aus. Zum Jahresende 2026 will das Unternehmen in Warschau ein erstes eigenes Vertriebsbüro außerhalb Deutschlands eröffnen. Von dort aus soll zunächst das Geschäft in Polen intensiviert werden, anschließend ist auch die Betreuung der Ukraine, des Baltikums, Rumäniens, Ungarns und der Slowakei vorgesehen. „Kunden aus diesen Ländern kaufen schon länger bei uns, jetzt steigen die Mengen jedoch so stark, dass wir Ansprechpartner vor Ort benötigen“, sagte Geschäftsführer Michael Pachter im Gespräch mit KI.

Seit dem gezielten Aufbau des polnischen Geschäfts im Jahr 2023 verzeichne Ponachem dort jährlich prozentual zweistellige Wachstumsraten. Pachter, der selbst Polnisch spricht, sieht Sprachbarrieren nach wie vor als ein Hemmnis im polnischen Markt. Zunächst will Ponachem in Warschau mit Handelsvertretern zusammenarbeiten; das Wachstum solle organisch erfolgen und nicht fremdfinanziert werden, sagte er. Grundsätzlich sei das Unternehmen aber auch für Beteiligungen an oder Übernahmen von regionalen Kunststoffhändlern offen.

Einen wesentlichen Wachstumstreiber sieht der Ponachem-Chef in der zunehmenden Verlagerung von Produktionskapazitäten bestehender Kunden nach Mittel- und Osteuropa. „Letztes Jahr wurden mehr deutsche Unternehmen von polnischen übernommen als polnische Unternehmen von deutschen – wie dies früher der Fall war“, sagte er. 

Parallel zur regionalen Expansion will das Unternehmen den Handel mit Neuware internationaler ausrichten und insbesondere die Importe von Polyolefinen und Styrolkunststoffen ausbauen. Nach Einschätzung Pachters führten zuletzt die Überkapazitäten in China dazu, dass beispielsweise südkoreanische Kunststofferzeuger verstärkt nach zusätzlichen Absatzmöglichkeiten in Europa suchten. Strategisch will Ponachem den Handel mit Neuware und das eigene Compoundgeschäft stärker miteinander verzahnen. Ziel sei es, Kunden einen „One-Stop-Shop“ für Kunststoffrohstoffe anzubieten, sagte Pachter. Angesichts steigender Rezyklatquoten und der Konsolidierung unter den Neuwareherstellern werde eine umfassendere Rohstoffberatung wichtiger.

Ponachem verfügt in Hamburg über Compoundierkapazitäten von 15.000 jato auf Basis von PE-HD, Polypropylen, Polystyrol und ABS für Extrusions- und Spritzgießanwendungen; rund 50 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 60 Mio EUR. Zu den Abnehmern zählen unter anderem Hersteller von Rohren, Profilen, Küchenprodukten und Platten. Im Handelsgeschäft bewegt Ponachem jährlich bis zu 45.000 t Kunststoff – sowohl Rezyklate als auch Neuware.

Rückt in die Geschäftsleitung auf: Kirsten Zwicke (Foto: Ponachem)
Mit der Expansion geht auch eine Neuordnung der Geschäftsführung einher. Der bislang für den Handelsbereich zuständige Geschäftsführer Michael Kröger ist zum 30. September 2026 altersbedingt ausgeschieden. Pachter führt das Unternehmen bis Ende des Jahres zunächst allein; zum 1. Januar 2027 soll die bisherige Prokuristin Kirsten Zwicke in die Geschäftsleitung aufrücken. Sie werde insbesondere den Neuwarehandel verantworten und ausbauen, heißt es.
07.10.2026 KI [261127-0]
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Druckdatum: 04.11.2026
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